So Ihr Nerds. Zucker oder kein Zucker, das ist hier die Frage. Süßigkeiten gehören zu unserem Alltag und wenn wir ehrlich sind haben wir uns über den Zucker bisher noch nicht sehr viele Gedanken gemacht. Nun wollten wir es wissen. Was bringt so ein Zucker-Detox?

Unsere Ziele

 

 

  • Industrie und Haushaltszucker aus unserer Ernährung zu streichen
  • Unser Geschmacksempfinden sensibilisieren

Fragen die wir für uns beantworten wollen!

 

 

Sieht meine Haut besser aus?

Schlafen wir besser?

Sparen wir Geld?

Brauchen wir mehr Zeit für die Zubereitung unserer Mahlzeiten?

Verlieren wir den Spaß am Essen?

Haben wir mehr oder weniger Energie?

Haben wir Heißhunger-Attacken?

Hat sich unser Geschmacksempfinden verbessert?

Tagebuch –  3 Wochen Zuckerfrei

 

 

/// Tag.1   09.07.2016

 

Um den Einstieg in den Zucker-Detox zu erleichtern, kommt nur ein eiskalter Entzug in Frage. Deshalb ist es wichtig in der ersten Woche auch auf kleine Mengen Zucker zu verzichten. Auch Ersatzstoffe wie Honig oder Argavendicksaft kommen am Anfang nicht in Frage.

Wir verzichten in der ersten Woche außerdem auf extrem zuckerhaltiges Obst wie Bananen oder Rosinen und vermeiden Kohlenhydrate, wie Brot, Nudeln, oder Kartoffeln, da diese auch in Zucker umgewandelt werden.

 /// Tag.3    11.07.2016

 

In den letzten zwei Tagen gab es viel Chia und Reis. Auch wenn erst zwei Tage vergangen sind ist das verlangen nach etwas Süßen stetig präsent. Noch sind wir uns nicht sicher, ob es an der Psyche liegt, oder ob es wirklich der Körper ist, der den Entzug durchmacht. Wie auch immer, gestern haben wir ein leckeres Curry gekocht, davon ist noch eine Menge übrig. Yammi Yammi.

 /// Tag. 6   14.07.2016

 

Das verlangen nach Süßigkeiten hat stark nachgelassen. Unser Kaffeekonsum hat hingegen extrem zugenommen. Nur gegen Abend, kommt oft noch das Heißhungergefühl. Liegt aber vor allem daran, das wir vorher gegen Abend immer gern genascht haben. Hat sich wohl irgendwie in der Psyche manifestiert.

Krass ist, auf was man alles achten muss. Hab ausversehen zum süßen Senf gegriffen und musste das Zeug wieder vom Teller kratzen. Auch die schon vorgekochte Rote Bete ist mit Zucker versetzt. Aufpassen ist angesagt. Wir können aber schon ein verbessertes Geschmacksempfinden feststellen. Hatten gestern eine Grapefruit vernascht, die war einfach nur mega Süß!

/// Tag. 9   17.07.2016

Wir essen echtes Essen! Das ist wohl das beste an der ganzen Aktion. Denn bevor wir etwas essen, müssen wir uns erstmal damit auseinandersetzen. Vor ein paar Tagen mussten wir leider feststellen, das sogar in vielen Gewürzmischungen Zucker enthalten ist. Das heißt: Aufpassen, womit das Curry zum Curry wird. Wenn Bio auf der Verpackung steht, hat das übrigens überhaupt nichts zu bedeuten.

Der Heißhunger auf Süßigkeiten am Abend hat nicht nachgelassen. So langsam verfliegt die Hoffnung, dass dies irgendwann der Fall sein wird.  Auch wenn man Unterwegs ist und in der sommerlichen Stadt durch die Gassen schlendert, steigt der Appetit auf Pizza oder Eiscreme. Aber wir sind stark und die erste Woche ist geschafft.

Bisher haben wir aber noch nicht den Spaß am Essen verloren. Die Zutaten-Palette hat auch ohne Zucker einiges zu bieten.

/// Tag 12    20.07.2016

Hatten heute Bauchschmerzen. Bei der Zuckerfreien Ernährung darf man eben nicht nachlässig werden. Hat man mal keine Lust sich ein geiles Zuckerfreies Gericht zu kochen, isst man eben auch mal schnell den letzten Sch….

Da wir nicht einkaufen waren, bestand unser Frühstück aus Chia und ein paar Blaubeeren. Darauf folgten die Bauchschmerzen. Gegen Abend hatte eine unserer Mitbewohnerinnen gekocht. Lasagne, die Zwiebeln, darin waren mit Zucker karamellisiert. Nicht Ihre Schuld, aber unser Problem. Also haben wir uns mit Tortilla Chips vollgestopft. Dazu gab es Yoghurt als Dip. Also war unsere Ernährung heute mal so richtig für den Ar…. Schön mit Bauchschmerzen in´s Bett. Außerdem trinken wir in letzter Zeit extrem viel Bier. Suchtverlagerung? Wahrscheinlich. Es gehört eben eine Menge Selbstdisziplin dazu. Morgen machen wir das besser. WG Party steht an, draußen bei 30 Grad.

/// Tag 15    23.07.2016

Jezz ist relativ relaxt. Ich könnte kotzen. Ich habe sowas von Bock auf was Süßes und sehe es überhaupt nicht mehr ein auf Zucker zu verzichten. Sicher, wir ziehen das jetzt durch, aber was für einen Sinn macht das. Da kann man ja gleich sein ganzes Leben den Kopf in den Sand stecken. Vonwegen das Verlangen verschwindet irgendwann. Ok die Heißhunger-Attacken sind vorbei, aber ich weiß genau wie geil es ist, ein Eis zu essen und ich will Eis essen. Das ist so ähnlich, wie sich nie wieder in die Sonne setzen zu dürfen.

In selben Moment kommen unsere liebe Mitbewohnerin Lara in unsere Zimmer und hat ein Blech voll mit Brownies in der Hand. Sie hat sie extra für uns gebacken. Zuckerfrei, mit Datteln. Es ist eine Geschmacksexplosion. Fantastisch. So lecker und süß. Vielen lieben Dank Lara, jetzt halten wir auch die letzte Woche durch.

/// Tag 18    26.07.2016

Ich hab heute geträumt, das ich ne Fanta getrunken hab. Es war mega süß und eklig. Ich habe schon seit Jahren keine Fanta getrunken und verstehe auch nicht warum ich das träume. Das Problem war aber, dass ich dachte ich hätte damit denn Detox gekillt. Naja war nur ein Traum, also alles Tutti.

Jezz hat sich die Brownies von Lara gut eingeteilt, ich hab meine schon weg gefuttert. Aber Jezz hatte gestern beim Einkaufen eine Spitzen Idee: Babynahrung. Es gibt da super leckere Sachen, Zuckerfrei. Also wenn der Heißhunger auf was Süßes einschlägt, einfach mal bei den Kleinen das Regal leer räumen.

/// Tag 21    29.07.2016

Heute ist der letzte Tag und ich müsste Lügen, wenn ich sagen würde das mir das egal ist. Ich freue mich auf Morgen. Jezz geht mit der ganzen Sache viel entspannter um. Sie hat nur bock mal wieder eine Mate zu trinken.

Es ist die Stunde der Wahrheit. Hat sich unser Geschmacksempfinden verändert? Vor zwei Tagen, waren wir mit Freunden unterwegs und ich war leicht angetrunken. Jemand hat aus Spaß eine Capri-Sonne gekauft. Geschmacksrichtung: Elfentrank. Alle wollten wissen wie es schmeckt, ich natürlich auch. Als diese Brühe meinen Gaumen erreicht hatte, musste ich kurz würgen. Es war einfach so mega Süß und eklig, das ich den Elfentrank reflexartig ausgespuckt habe. (…und sowas ist für Kinder?) Also wir schauen mal, was morgen ist. Vielleicht schmeckt alles mit Zucker einfach nur eklig.

Das Ende der Zuckerfreiheit und Käsetorte von Oma

 

Der Zucker-Detox ist vorbei und noch am selben Tag besuchen wir meine Eltern im Thüringer Wald. Das passt super, denn meine liebe Oma hat Käsetorte gebacken. Hallo Kalorien, wie gehts euch.

Hoffentlich ist sie mir nicht zu süß. Da kam die Sorge auf, meiner Oma sagen zu müssen, dass mir ihre Käsetorte nicht schmeckt. Doch dem war nicht so, die Torte war ein Genuss.

Als Nächstes eine Club Mate und als ich den ersten Schluck im Mund hatte, wollte ich das Zeug gleich wieder ausspucken. Hängt wohl damit zusammen, das der Zucker in der Käsetorte an eine menge Fett gebunden ist und dadurch nicht so süß schmeckt.

Zuckerhaltige Getränke sind für mich momentan ungenießbar. Auch Milchschokolade schmeckt einfach nicht. Jezz liebt Nugat und das hat sich auch jetzt nicht geändert. Auch Club Mate kann sie trinken. Dennoch hat sie weniger Probleme damit, auch zukünftig auf Zucker zu verzichten.

Jetzt aber mal Hand auf´s Herz? Was hat sich verändert?

Sieht meine Haut besser aus?

Definitiv. Die Haut wird besser. Eine Menge Pickel entstehen durch Industriezucken, wer es nicht glaubt, kann es ja mal ausprobieren.

Des Weiteren, seit dem wir wieder Zucker konsumieren, müssen wir auch öfter Zähne putzen. Man spürt direkt, wie der Zucker für den Belag verantwortlich ist.

Schlafen wir besser?

Wir schlafen genauso gut wie vorher. Da hat der Zucker keinen Einfluss darauf.

Sparen wir Geld?

Jain. Anfangs dachten wir das wir mehr Geld ausgeben würden, doch dem ist nicht so. Es ist eben eher ein Verzicht und kein Konsum. Wir haben einfach viel mehr Gemüse gegessen und so teuer ist das nicht.

Brauchen wir mehr Zeit für die Zubereitung unserer Mahlzeiten?

Ja, ein wenig mehr Zeit musst Du schon einplanen. Das sollte es Dir aber wert sein. Denn Du bist was Du isst. Vor allem wenn Du Unterwegs bist und nicht zuhause Essen kannst, dann musst Du alles vorbereiten. Denn das Essen, was Du unterwegs bekommst ist meist mit Zucker versetzt.

Verlieren wir den Spaß am Essen?

Nein, sicher nicht. Wir lieben Süßigkeiten, aber diese bedeuten einem viel mehr wenn man sie nicht so inflationär in sich rein schiebt. Jedes Stück Kuchen, ist jetzt ein Hochgenuss.

Haben wir mehr Energie? Steigt unsere Leistungsfähigkeit?

Das können wir nicht wirklich beantworten. Wir machen Yoga, fühlen uns fit, mit oder ohne Zucker.

Hatten wir Heißhunger-Attacken?

Ja, eine Menge. Aber es gibt gute Tricks dies zu bekämpfen.

Hat sich unser Geschmacksempfinden verbessert?

Dieser Punkt ist wohl der beeindruckendste am Zucker-Detox. Unser Geschmacksempfinden hat sich enorm verändert. Wir haben Obst und Gemüse neu entdeckt. Ein Apfel hat so viele Geschmacks-Nuancen, es ist einfach fantastisch.

Fazit

 

Also Summa-Summarum, der Zucker-Detox lohnt sich, auch wenn wir zwischendurch viel gemeckert haben. Es ist eine Bewusstseinserweiterung. Denn wir haben viele Gewohnheiten, die wir nicht mehr wahrnehmen. Sind wir auf einmal gezwungen auf etwas zu verzichten, dann schärfen wir unsere Sinne und das ist genial.

Esst echtes Essen!

#muttiisdiebeste

Hast Du auch schon mal einen Detox gemacht? Hast Du Fragen? Schreib uns einfach!

3 Kommentare

  1. Tanja

    Das Kaffee-Problem hatte ich zu Beginn auch. Kann man das in dem Fall Suchtverlagerung nennen? hehe
    Wünsch euch, dass es weiterhin so gut läuft!
    PS: Ihr habt echt nen tollen Schreibstil – musste echt ein paar Mal wahnsinnig lachen! 😀
    Liebst, Tanja

    Antworten
    • Jojo und Jezz

      Hi Tanja,

      Danke für die Blumen, hat auch echt Spaß gemacht, mal so frei von der Seele weg zu schreiben.

      Liebste Grüße

      Jojo und Jezz

      Antworten
  2. Stefan Huelskamp

    Moin, wir (Tina & Steve) machen nun seit 3,5 Wochen das ganze Paket. Also Zucker, Alkohol, Kaffee usw. Ich kann dir nur beipflichten esst echtes essen! Es macht Spaß und nervt, aber es lohnt sich vielfach.
    Lg Steve

    Antworten

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