Selbstversorgung wird wieder populär und das ist auch gut so. Hier erfährst Du, wie Du mit Deinem eigenen Garten durchstarten kannst.

Die einen Wohnen in der Stadt und haben Jobs, die sie voll beanspruchen, die Anderen leben in der Einöde und sind zu 100% Selbstversorger. Nein! Es gibt nicht nur schwarz und weiß. Du kannst auch klein anfangen – wenn auch nur auf der Fensterbank. Mit der Zeit bekommst Du ein Gefühl dafür, was eine Pflanze braucht und die ersten eigenen Erfolge motivieren ungemein.

 

 

Warum die Selbstversorgung durch den eigenen Garten?

 

  • Es ist aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht sinnvoll. Du musst seltener Dein Auto nutzen, um zum Supermarkt zu fahren.
  • Wer seltener einkaufen geht, kauft kein nutzloses Zeug. Denn wir kaufen oftmals Dinge, die nicht auf unserer Einkaufsliste stehen.
  • Der wohl wichtigste Grund: Du weißt, was Du isst! Du weißt, wie dein Gemüse gewachsen ist und es ist ein schönes Gefühl, nach getaner Arbeit die Früchte zu ernten.

 

 

Die Grundausstattung für den eigenen Garten

 

Spaten, Harke, Hacke, Eimer, Gießkanne, Handschuhe und eine Schere zum Beschneiden von Sträuchern und Bäumen. Der Rest kommt von ganz allein. Nach und nach schaffst Du Dir alles nötige an und ruckizucki ist der Schuppen voll.

 

 

Wie soll ich anfangen?

 

Nimm Dir für den Anfang nicht zu viel vor: Bewirtschafte lieber eine kleine Fläche und kümmere Dich dafür intensiv darum. Vergiss nicht, dass Du anpflanzen, gießen, düngen, ernten und verarbeiten musst.

Für den Anfang sind 20 m² eine gute Größe, die sich von Jahr zu Jahr steigern lässt.

Plane Deinen Garten auf dem Papier. Das macht nicht nur Spaß, sondern gibt Dir eine konkrete Vorstellung davon, wie der Garten aussehen wird, was Sinn macht und vor allem, wie viel Arbeit auf Dich zu kommt.

Teile Deinen Garten in zwei Teile: Obstgarten und Gemüsegarten. Das Gemüse sollte das Beste und sonnigste Gartenland bekommen. Auch einen Komposthaufen solltest mit in Deine Planung einbeziehen.

SELBSTVERSORGUNG-DURCH-DEN-EIGENEN-GARTEN-gemuese

Startest Du die Selbstversorgung durch den eigenen Garten, gibt es einiges zu beachten

 

  1. Am Anfang solltest Du nicht zu viele Gemüsesorten auf einmal wählen. Entscheide Dich einfach für die, die Dir am besten schmecken.
  2. Beachte die Nachbarschaftsverhältnisse der Pflanzen! Es gibt Pflanzen, die sich problemlos mit anderen kombinieren lassen und welche, die gerne Ärger machen. Zum Beispiel der Wermut. Tipp: Er verträgt sich aber ganz gut mit Johannisbeersträuchern.
  3. Pflanzen werden anhand ihrer Nährstoffansprüche in Stark-, Mittel-, und Schwachzehrer unterteilt. Hier wird vor allem der Stickstoffbedarf in Betracht gezogen. Du solltest drauf achten, wie stark und zu welcher Zeit Du Deine Pflanzen mit natürlichem Dünger versorgen musst.
  4. Mischkultur – was bedeutet das? Nicht die Menschen haben die Mischkultur erfunden, sie stammt von Mutti Natur. Pflanzen die sich ergänzen, sammeln sich an einem Ort. So bildet sich eine starke Gemeinschaft, wodurch es Schädlinge und Krankheiten schwer haben. Einen Überblick über gute Nachbarschaften bekommst Du hier: Mischkultur und Nachbarschaft
  5. Beachte den Fruchtwechsel! Bis auf wenige Ausnahmen solltest Du die Anbaufläche für die meisten Gemüsearten jährlich wechseln. So kann sich der Boden besser erholen, was ihn unempfindlicher gegenüber Schädlingen und Krankheiten macht.
  6. Achte auf die Anbaubedingungen! Nicht alle Pflanzen sind in allen Regionen anbaubar.
  7. Obstbäume und Obststräucher solltest Du sehr zeitig pflanzen, da sie meist 2–3 Jahre brauchen, bis sie ordentlich tragen. Überlege Dir gut, welche Sorten Du pflanzt. Es gibt Sommer-, Herbst- oder Wintersorten. Es macht Beispielsweise keinen Sinn, viele Winteräpfel zu ernten, wenn Du keinen Platz für die Lagerung hast.
  8. Starte nicht zu früh. Das ist ein Fehler, den viele am Anfang machen. Wenn die ersten Sonnenstrahlen den Boden küssen und der Frühling um die Ecke lunst, will man am liebsten sofort loslegen. Doch oftmals sind die Tage noch zu kurz – vergiss nicht, dass Pflanzen viel Licht benötigen. Wenn Du es dennoch nicht lassen kannst, werden die Folgen lange dünne Pflänzchen sein, die nicht sehr vital sind. Für die verschiedenen Pflanzen gibt es unterschiedliche Aussaat-Termine. Grob lässt sich aber sagen, dass Du nach den Eisheiligen mit der Aussah von Gemüse beginnen kannst. Einen guten Überblick bekommst Du in diesem Gemüseplaner: Gemüseplaner
  9. Achte auf genügend Abstand! Pflanzen nehmen Raum ein, den Du beim Anpflanzen noch nicht absehen kannst.
  10. Das Mulchen nicht vergessen. Darunter versteht man das Abdecken des kahlen Bodens mit organischem Material. Mulchen schützt vor Erhitzung der Bodenoberfläche, Austrocknung und Verkrustung und hält die Feuchtigkeit im Boden.

Wo kann ich bedenkenlos Samen bestellen?

 

Mutti Natur hat gesagt, dass sie keinen Bock auf Monsanto und Co hat. Achte darauf ,wo Du Deine Samen bestellst. „der-apfelgarten.de“ hat eine Liste mit Seiten zusammengestellt, über die Du bedenkenlos Saatgut bestellen kannst. Diese geben wir an dieser Stelle gerne weiter. Danke dafür!

 

* www.arche-noah.at

* www.biogartenversand.de

* www.biogartenladen.de

* www.dreschflegel-saatgut.de

* www.bingenheimer-saatgut.de

* www.vern.de

* www.kraeutergarten-storch.de/

* www.prospecierara.ch

* http://www.nutzpflanzenvielfalt.de/

* http://www.raritätengärtnereimanfredhans.de/

* http://www.zollinger-samen.ch/de/

* http://www.freie-saaten.org/

* http://www.reinsaat.co.at/

* http://www.bio-saatgut.de/

* http://www.culinaris-saatgut.de/home/

* http://waldhof.steiner-institut.de/vertrieb.html

* http://www.autarkewelt.de/shop/produkte/saatgut.html

* http://www.garten-des-lebens.de/gemuese-und-saatgut/

* http://www.gruenertiger.de/

* http://www.samenfest.at/

* http://bioseeds.bplaced.net/Shop/

* http://www.irinas-tomaten.de

 

 

 

Gute biologisch Dünger?

 

Hast Du keine Zeit Dir deinen eigenen Dünger herzustellen, kannst Du auf diese Bio-Produkte zurück greifen.

Dies ist ein kleiner Einstieg in die Selbstversorgung miteinem eigenen Garten. Die Welt verändert sich und wir freuen uns, dass das Thema Selbstversorgung einen immer größeren Zuspruch bekommt.

Sei auch Du ein Teil dieser Bewegung. Oder hast Du schon angefangen? Hast Du Tipps oder Feedback für uns? Hau in die Tasten und schreibe einen Kommentar!    #Muttiisdiebeste