Heute begeben wir uns in die grandiose Welt der Seifenherstellung. Komm mit und Folge uns in die NatureNerds-Seifenfabrik.

Warum Du Deine Seife selber herstellen solltest

 

  • Es ist wie mit allem was Du selber macht, Du weißt was drin ist. Deine Seife ist frei von zwielichtigen Industriellen Zutaten.
  • Selbstgemachte Seifen sehen einfach super aus! Sie sind nicht nur nützlich, sondern auch dekorativ.
  • Eine fantastische Geschenkidee. Du kannst die Seife zusätzlich mit deinem Label versehen, einen Stempel schnitzen oder in eine verrückte Form gießen. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Die Zutaten für die Seifenherstellung

 

  • Du solltest verschiedene Fette und Öle verwenden, da alle verschiedene Eigenschaften aufweisen.

/// harte Fette sorgen für die Festigkeit der Seife, dadurch behält das Seifenstück im Wasser seine Form. (z.B.: Olivenöl)

/// weiche Öle wirken feuchtigkeitsspendend (z.B.: Rapsöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl)

/// schaumfördernde Fette (z.B.: Kokosfett, Palmkernfett)

/// Haut pflegende Fette (z.B.: Mandelöl, Avocadoöl)

 

  • Ätznatron (Natriumhydroxid, NaOH)

/// Vorsicht!!! Stark ätzend!

/// kannst Du in Apotheken und Drogerien bekommen, oder hier bestellen

 

  • Destilliertes Wasser

/// Du kannst auch Leitungswasser verwenden, aber nur wenn es sich um sehr weiches Wasser handelt und nicht kalkhaltig ist.

  • Jetzt kommt der kreative Teil: Zutaten die du nach deinen Wünschen variieren kannst.

/// Blüten (z.B.: Rosenblätter)

/// Kräuter (z.B.: Lavendel, Lemongras, Thymian)

/// Orangenschale, Hagebuttenschalen

/// Mohn, Kokosflocken oder Haferschrott für den Peelingeffekt

/// ätherische Öle (z.B.: Sheabutter)

seifenherstellung-seife

Was brauchst Du für die Seifenherstellung

 

  • Einen großen Topf
    • aus rostfreiem Stahl oder emailliert
    • ein hoher Topf ist besser als ein flacher, wegen der Spritzgefahr
  • Einen kleinen Topf
    • mit diesem mischst Du die Lauge an
    • aus rostfreiem Stahl oder emailliert
    • mit Griff und Ausgießer für das Umfüllen
    • sehr gut funktioniert auch ein transparenter Glas- oder Kunstoff-Messbecher, da Du mit diesem prüfen kannst, ob sich die Kristalle vollständig aufgelöst haben (dieser muss aber hitzebeständig sein!)
  • Einen Holzlöffel zum Umrühren
  • Ein Glas- oder Plastikgefäß zum Abwiegen der Lauge
  • Eine Küchenwaage 
  • Ein Küchenthermometer bis etwas 100°C
  • einen Stabmixer ohne Aluminiumteile 
  • Deine Seifenform
    • das kann ein Holzkasten, eine Backform, oder Eiscreme-Dosen sein
    • lege die Form mit Plastikfolie aus (die Lauge könnte sonst mit dem Metall reagieren)

Safety First bei der Seifenherstellung

 

Da Du bei der Seifenherstellung mit Natriumhydroxid (Ätznatron) hantieren wirst, musst Du ein paar Sicherheitsvorkehrungen vornehmen.

 

  1. Du brauchst Ruhe. Lass Dich nicht ablenken. (Haustiere, Kinder, Telefon, Fernsehen)
  2. Arbeite draußen, oder in einem sehr gut durchlüfteten Raum. Bei der chemischen Reaktion entstehen Dämpfe, die Du auf keinem Fall einatmen darfst.
  3. Arbeitsgeräte und Flächen vor und nach dem Sieden gründlich reinigen.
  4. Lange Haare zusammenbinden.
  5. Der Kontakt zu dem Seifenschleim, der Säure oder der abgefüllten Seife sollte unbedingt vermieden werden.
  6. Schutzbrille und langärmlige Sachen tragen, Gummihandschuhe verwenden! Zum Schutz Deiner Gesundheit, besorge Dir unbedingt diese beiden Dinge!

 

Los geht´s – Schritt für Schritt

 

Es ist einfacher, ein größere Menge herzustellen, da es dann nicht so schnell zu Ungenauigkeiten im Mischverhältnis kommen kann.

 

Du willst 1,5 kg Seife herstellen, dann brauchst Du:

 

  • Fett
    • 500 g reines Kokosnußfett
    • 250 g Olivenöl
    • 125 g Sonnenblumenöl
    • 125 g Rapsöl

Das Fett und die Öle erwärmst Du in einem großen Topf. Lass die Masse nicht zu heiß werden, 60°C – 80°C sind ideal.

 

  • Lauge

Du kannst die notwendige Laugen-Menge genau berechnen.

Nimmst Du zu viel Lauge, dann wird die Seife Haut schädigend und ätzend.

Nimmst Du zu wenig, dann wird nicht das gesamte Fett verseift. Die Seife ist dann weich und nicht so lange haltbar.

Du nimmst also etwas weniger Ätznatron, als zur kompletten Versteifung des Fettes notwendig wäre. Durch die leichte Überfettung der Seife wird der natürliche Säureschutzmantel der Haut weniger stark angegriffen.

Auf tuula-seifen.de“ findest Du einen Seifenrechner, damit kannst Du die notwendig Menge genau berechnen.

 

Für die Menge an Fett in unserem Rezept nehmen wir:

  • 146 g Ätznatron (Natriumhydroxid, NaOH)
  • 340 g Destilliertes Wasser

 

Du löst das Ätznatron in dem Destillierten Wasser auf. Achtung! Das Wasser erwärmt sich und es entstehen giftige Dämpfe.

Zuerst das Wasser in den Topf und dann langsam das Ätznatron dazu schütten. Nie umgekehrt, da es sonst zu kleinen Explosionen kommen kann und die Lauge umher spritzt.

Seife sieden, so geht´s

 

Die Temperatur der Fette und Öle sollte noch immer 50°C – 60°C betragen. Jetzt kannst Du vorsichtig die  Lauge dazu geben. Nun musst Du noch eine Weile rühren, bis sich alles gut vermischt hat. (Wenn Du einen Mixstab hast, geht das etwas schneller.)

 

Das ganze ist ein bisschen wie beim Pudding kochen, die Masse wird immer fester. Gib nun die Blüten, Kräuter, usw. hinzu. (Du kannst auch ein paar Kräuter in der Form auslegen, so entsteht eine Kräuterschicht am Rand der Seife.)

 

Ist die Masse nun so fest, das Dein Löffel spuren hinterlässt, dann wird es Zeit sie in die Form zu gießen.

Nun solltest Du die Seife abdecken und min. 24 Stunden sehen lassen. In dieser Zeit läuft der Verseifungsprozess.

Fühlt sich die Seifenform nach 24h nicht mehr warm an, kannst Du die Seife rausnehmen und in handliche Stücke schneiden.

 

Die Seife muss nun noch drei bis sechs Wochen reifen. Der PH-Wert sinkt in dieser Zeit und die Seife wird milder. Du solltest die Seife vorher nicht verwenden, da Du sonst gereizte Haut riskierst.

 

Wir wünschen Dir viel Spaß bei der Seifenherstellung. Hast Du noch Fragen, oder Tipps für uns? Wir freuen uns über Deine Kommentare.

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