Nach dem Salz ist der Pfeffer in der europäischen Küche wohl das beliebteste Gewürz. Früher wurde Pfeffer mit Gold aufgewogen, es wurde viel mit ihm gehandelt und er ist weit gereist. Doch ist Pfeffer gesund? Warum hat er sich so etabliert?

 

Die Pfefferpflanze bzw. der Pfefferstrauch

 

Die Pfefferpflanze ist eine verholzende Kletterpflanze; sie wächst an Bäumen empor und kann bis zu 10 Meter hoch werden. Beheimatet ist diese Pflanze in Indien, wo heutzutage ca. 200 000 Tonnen Pfeffer pro Jahr produziert werden.

Die Färbung des Pfefferkorns hängt vom Erntezeitpunkt ab. Deshalb gibt es grünen, roten, weißen und schwarzen Pfeffer.

 

  • Schwarzer Pfeffer wird unreif bzw. kurz vor der Reife geerntet. Durch das Trocknen wird er schwarz und runzelig.
  • Grüner Pfeffer wird aus früh geernteten, unreifen Früchten gewonnen. Er wird gefriergetrocknet oder in Salzwasser eingelegt. Frischer grüner Pfeffer ist ein Genuss und wird oft in der asiatischen Küche verwendet.
  • Roter Pfeffer besteht aus reifen, ungeschälten Pfefferfrüchten und wird meist auch in Salzwasser eingelegt oder getrocknet.
  • Weißer Pfeffer besteht aus reifen, geschälten Pfefferfrüchten. Die Früchte werden lange eingeweicht, um die Schale zu lösen.

 

 

Welche Wirkstoffe sind im Pfeffer enthalten?

 

Pfeffer enthält vor allem Piperin, aber auch ätherisches Öl, Sabinen und Carvophvllen. Diese Wirkstoffe und natürlich der Geschmack sind dafür verantwortlich, dass Pfeffer nun überall zu finden ist.

 

Ist Pfeffer gesund für die Verdauung?

 

Da Pfeffer den Speichelfluss und die Produktion von Magensaft anregt, werden Blähungen und Verdauungsbeschwerden vertrieben. Der Körper kommt in Wallung, was die Bekömmlichkeit von Speisen verbessert.

 

 

Ist Pfeffer ein Schlankmacher?

 

Da der Pfeffer den Stoffwechsel ankurbelt, also eine erwärmende und stimulierende Wirkung hat, kann er dazu beitragen, dass die ein oder andere Kalorien verbrannt wird. Piperin hemmt den Aufbau neuer junger Fettzellen. Du solltest keine Wunder erwarten, doch Grund genug, ihn auf den Tisch zu stellen.

 

 

Pfeffer gegen Husten und Erkältung

 

Wer erkältet ist, bekommt in Russland den Wodka mit Pfeffer serviert. Denn Pfeffer wärmt von innen. Er wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, schweißtreibend und fiebersenkend. Es wurde auch herausgefunden, dass der Inhaltsstoff Capsaicin gegen Heuschnupfen hilft. Witzig, wenn man bedenkt, dass man von Pfeffer auch mal niesen muss.

Dennoch ist auch Vorsicht geboten – Du solltest nicht zu große Mengen Pfeffer zu Dir nehmen. Vor allem wenn Du einen empfindlichen Magen hast, denn Pfeffer kann auch Sodbrennen verursachen.

 

 

Der Einsatz von schwarzem Pfeffer in der indischen Ayurvedischen -Medizin

 

  • Das Öl vom Pfeffer wird gegen Juckreiz verwendet.
  • Eitergeschwüre und verschiedene Hautkrankheiten werden mit einer Pfeffer-Paste behandelt.
  • Da Pfeffer eine entzündungshemmende Wirkung hat, wird bei Zahnschmerzen Pfeffer in die Zahnpasta gemischt.

 

     

    Hier ist noch ein Video für Dich, in dem Dir gezeigt wird, wie Du eine Paste aus gemahlenem Kaffee, schwarzem Pfeffer und Kokosnussöl herstellst. Ein Wundermittel gegen Augenringe!

    Pfeffer ist also ein Geschenk der Natur, dem wir weiterhin die Beachtung schenken sollten, die es verdient. Pfeffer ist gesund!

     

    Hast Du noch weitere Tipps? Welcher ist Dein Lieblingspfeffer?

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