Ein weiterer Ernährungstrend aus der amerikanischen Fitness- und Gesundheitsszene macht nun auch in unseren Gefilden die Runde und wirbelt vor allem durch die sozialen Medien.

Dieser Trend sagt der Energielosigkeit den Kampf an und soll unter dem effekthaschenden Begriff  ‚Bulletproof‚ Heißgetränke gesünder „pimpen“.

In erster Linie ist die Rede von ‚Bulletproof Kaffee‚, aber es machen auch andere „kugelsichere“ Heißgetränke die Runde.

 

Bulletproofwhat… ? Wie geht das?

 

Ganz einfach! Füge Deinem Heißgetränk nach Wahl einen Tee- bis Esslöffel Fett hinzu – am Besten Kokosöl oder Butter oder beides, aber wichtig ist, es müssen hochwertige Fettquellen sein.

Es gibt auch speziellere ‚Bulletproof‘ Rezepte, wie etwa die von Dave Asprey, welcher den Begriff erfunden und die Wirkung angeblich selbst auf Reisen entdeckt hat.

Asprey verwendet für seinen ‚Bulletproof Kaffee‘ hochwertige Öle, Yak Butter und Kaffeebohnen aus strikt biologischem Anbau, allen voran Bohnen der Sorte Arabica, denn diese sind offensichtlich weniger anfällig für schädliche Mykotoxine. Asprey empfiehlt vor allem sogenanntes MCT Öl.

 

Doch was soll das alles bringen?

 

‚Bulletproof‘ Kaffee-Tee-Whatever vespricht Dich (am Morgen) schneller fit zu machen, verspricht Deinen Hunger zu hemmen und Dir das Abnehmen von unschönen Fettpölsterchen zu erleichtern.

Ich möchte an dieser Stelle nicht auf alle genannten Versprechen im Einzelnen eingehen, aber nur so viel:

Es gibt weder Wundertablette, noch Wunder-Heißgetränke für den schnellen Abnehmerfolg!

Allerdings geht es im Grunde bei diesem, wie bei vielen anderen Gesundheitstrends auch, darum
gesunde Ernährungsgewohnheiten zu etablieren.

Im Falle des ‚Bulletproof‘ Hype führen wir unserem Körper direkt am Morgen gesunde Fette zu, optimalerweise in Form eines koffeinhaltigen Getränks, welches dann noch einmal extra Energie schenkt (mal ehrlich, nachdem ich was koffeinhaltiges intuns habe, bin ich nicht unbedingt müder danach – ob der aufputschende Effekt also unbedingt davon kommt, dass man Fett in seinen Kaffee gießt, sei mal dahingestellt.)

Zudem verspricht „ge-bulletproof-ter“ Kaffee das Energielevel länger hochzuhalten.

Wissenschaftliche Studien dazu gibt es, meiner Recherche nach, noch keine (kennst Du welche? Dann freue ich mich über Deinenen Kommentar!). Was im Grunde nichts bedeuten muss. Wenns gut tut und niemandem schadet, greif zu!

 

Kugelsicher in den Tag starten?

 

Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, kommt man um eine spezielle Ernährungsform nicht herum
intermittierendes Fasten.

Beim intermittierenden Fasten isst man nur in einem bestimmten Zeitfenster und fastet die restlichen Stunden (an späterer Stelle erzähle ich Dir mehr über diese Ernährungsweise).

Ein mit gesunden Fetten angereichertes Heißgetränk am Morgen, während sich der Körper noch im Fastenstadium befindet, kann durchaus Sinn machen.

Gewiss ist das „bulletproofen“ auch ein schönes Ritual für Leute, die sich bewusst mit Muskelaufbau beschäftigen und schwer auf ihre Tageskalorien kommen, denn 1 Esslöfel Kokosöl hat stolze 135 KCal.

 

Fazit:

 

Hochwertige Fette sind für eine Vielzahl an körperlichen Funktionen wichtig, das steht außer Frage.

Ob Du diese allerdings mit Deinem Kaffee zuführen musst, um (noch) mehr Energie zu haben und diese zu halten, darüber lässt sich streiten.

Sollte ich jemals auf dem Himalaya umherklettern und nicht die Möglichkeit haben, mich dabei ausgewogen vegan zu ernähren, würde ich vielleicht selbst Butter-Tee trinken.

Und fairerweise muss ich aus persönlicher Erfahrung sagen – Kokosöl im Kaffee schmeckt wirklich lecker!

Abgesehen davon halte ich diesen kugelsicheren Trend für einen Marketing-Gag.

Wenn Du mich vom Gegenteil überzeugen möchtest, freu ich mich, wenn Du Deine Erfahrung und Meinung mit mir in den Kommentaren teilst.