Wenn Du lange nicht krank warst, vergisst Du schnell, wie wertvoll die Gesundheit ist. Außer einer kleinen Erkältung, hatte ich in den letzten Jahren nichts zu beanstanden.

Doch dann hat es mich erwischt. Jezz und ich sind in Thailand, auf Koh Phangan. Wir haben ein Häuschen angemietet und nach meinem morgendlichen Kaffee fühle ich mich nicht wach, sondern eher schlapp und niedergeschlagen. Die Glieder schmerzen und das Fieberthermometer schnellt in die Höhe. Also ab in’s Krankenhaus.

Zur Zeit wütet ein tropischer Sturm über die Insel und es regnet aus Eimern. Somit ist die Fahrt zum Krankenhaus schon ein kleines Abenteuer. Dort angekommen wird mir ein wenig roter Lebensaft abgezapft.

Diagnose: Dengue-Fieber.

Nun gut, wir haben schon mal davon gehört, doch…

Was genau ist Dengue-Fieber?

Der Arzt meinte, ich muss nun im Krankenhaus bleiben, da es zu Innern Blutungen kommen kann.

What? Na das klingt ja nicht so verlockend.

Das gefährliche bei Dengue ist, der Virus zerstört die Thrombozyten, also die Blutblättchen die für die Blutgerinnung zuständig sind. Ist dieser Wert zu gering, kann es zu inneren Blutungen kommen. Auch Zähne putzen und Rasieren ist dann erstmal tabu.

Da lag ich nun. Sieben Tage lang Fieber und jeden Tag sind die Werte ein wenig gefallen. Danach war das Fieber schlagartig weg. Nun kam Phase zwei. Die Blutwerte sind sehr niedrig und bleiben auf diesem Level für eins bis zwei Tage. Ist das überstanden, dann hat der Körper das Virus besiegt und die Werte schnellen schlagartig in die Höhe.

So war es dann auch, meine Werte waren auch nie wirklich in einem kritischen Bereich. Das kann entweder an meinem guten Immunsystem gelegen haben oder an dem köstlichen Saft der Papaya-Blätter.

Guter Rat

Eine Freundin, die schon seit 16 Jahren auf der Insel wohnt, hatte es letzten Monat auch zum ersten mal erwischt. Sie konnte uns also ein paar Tipps geben. Sie meinte, ich muss dreimal am Tag einen Saft trinken der aus Papaya-Blättern gemacht wird.

Also haben wir gleich mal das Internet durchforstet und sind auf verschiedene Meinungen gestoßen. Grundsätzlich gibt es kein Medikament gegen den Dengue-Virus, der Körper muss den Virus also allein besiegen. Deshalb behaupten viele, der Saft wäre totaler Quatsch, doch andere wiederum schwören auf die Wirkung.

Der Saft sorgt dafür, dass neue Blutblättchen entstehen, oder eben die Werte gar nicht erst so tief sinken.

Wir sind von Mutti Natur und ihren Heilkräften überzeugt, schaden kann es auch nicht und wenn Du krank bist, tust Du sowieso alles um wieder fit zu werden.

Der Saft aus den Papayablättern

Also ist meine liebe Frau sofort losgetiegert und hat die Blätter besorgt. Nach ein paar Stunden hatte ich den grünen Trunk in der Hand. Ok, geschmacklich ist das Zeug nicht der Wahnsinn. Einfach nur bitter. So bitter, dass danach Wasser wie Zucker schmeckt, aber Medizin war noch nie wirklich lecker.

Auch auf der Haut soll die Papaya ware Wunder bewirken. Sie unterstützt die Heilung und Du kannst die Schale der Papaya-Frucht als Pflaster benutzen. Die Blutung wird sofort gestillt.

Sollte Dich also in den Tropen, das Dengue-Fieber mal aus den Latschen hauen, dann schnapp Dir die Papaya-Pflanze. In Europa wirst Du wohl kaum eine zu Gesicht bekommen, dafür gibt es hier aber kein Dengue-Fieber.

Hast Du andere Tipps gegen ungemütliche Viren? Her damit!

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