Ein Gastbeitrag von Stephanie

Beim Kochen und Backen entstehen tagtäglich enorme Müllberge, so dass Lebensmittel noch vor Ablauf der Haltbarkeit in der Mülltonne landen. Das setzt nicht nur der Umwelt zu, sondern beeinflusst unser Konsumverhalten negativ.

 

Millionen Tonnen Lebensmittel landen im Müll

Laut einer Spiegel-Studie verschwenden wir Deutschen jährlich Millionen Tonnen Lebensmittel. Die Warnungen der WWF haben bisher kaum Früchte getragen, so dass keine Trendwende zu erkennen ist. Dabei hungern von 7 Milliarden Menschen weltweit täglich rund 1 Milliarde.

Das Traurige: Wir haben genügend Lebensmittel, damit jeder auf der Welt satt wird. Einer der wichtigsten Punkte ist unser Umgang mit den Nahrungsmitteln. Jährlich schmeißen wir 18,4 Millionen t in den Eimer. Davon könnten wir 10 Millionen t problemlos vermeiden. (Quelle: Spiegel.de)

Ankündigungen aus der Politik haben bis heute kaum Früchte getragen. So sollten wir uns selbst an die Nase packen und nachhaltig kochen, ohne Abfälle zu produzieren. Was wir da als Küchenabfälle und Müll bewerten, ist noch lange kein Abfall und kann mit etwas Kreativität schnell zu einer neuen Mahlzeit werden.

 

Nachhaltig Kochen und Gemüsereste sinnvoll weiterverarbeiten

So werfen wir zum Beispiel die grünen Blätter beim Lauch einfach weg. Dabei stecken darin Mineralien und Vitamine, die gesundheitsfördernd für unser Immunsystem sind.

  • Du kannst Lauch längs aufschneiden und dann mühelos putzen und von der Erde befreien.
  • Ebenso verhält es sich mit dem Brokkoli. Hier entfernen wir den Stil, dabei kannst du ihn problemlos mitkochen und essen.
  • Schneide Brokkoli anschließend einfach in Stücke und entferne die holzigen Stellen, dann hast du jede Menge Lebensmittel gespart.
  • Selbst beim Blumenkohl ist der Stil kein Abfall.
  • Viele Gemüsesorten, wie die Paprika, sind besonders lecker, wenn sie eine Weile liegen. Sieht das Gemüse nicht mehr so schön glatt und glänzend aus, bringt es jetzt einen enormen Geschmack mit.
  • Auch die Reste der Zwiebelschale können einer Suppe den letzten Schliff verleihen und sollten keinesfalls achtlos im Müll landen.

 

Wer hat die Kartoffelschale in die Mülltonne geworfen?

Das muss nicht sein. Reinige die Schale einfach gründlich unter fließendem Wasser und gib sie mit etwas Öl bestrichen auf ein Backblech. Verschiedene Kräuter und Gewürze, wie Rosmarin, Paprika, Salz und Pfeffer, machen daraus gesunde Backofen-Chips. Oder bereite einfach eine leckere Backofenkartoffel mit Schale zu.

Vorsicht: In Kartoffelschalen ist Solanin enthalten. Deshalb sollte auf eine richtige Lagerung geachtet und die grünen Stellen aussortiert werden. 

 

Die beste Reste-Suppe der Welt kochen

Die einfachste Variante, nachhaltig ohne Abfälle zu kochen, ist die Gemüsesuppe, in der die wöchentlichen Gemüsereste landen. Karottenreste, Schalen, Zwiebeln und Kohlrabi-Abschnitt verleihen einer Gemüsesuppe vollmundigen Geschmack.

Selbst das grüne Kraut oben an den Karotten kannst du zu Pesto weiterverarbeiten oder als Ersatz für Petersilie nutzen. Wem die Suppe im Nachhinein zu trüb erscheint, der kann sie mit etwas Sojasauce aufklaren.

Ein wahres Wunder für die Verarbeitung von Lebensmittelresten ist das Pesto. Dafür brauchst du nur einen Mixer und übrig gebliebene Gemüsereste, Petersilie und etwas Öl. In Minutenschnelle entsteht mit deinen Lieblingsgewürzen ein unwiderstehliches Presto, das du lieben wirst.

Was für Gemüsereste gilt, macht vor Früchte nicht halt. Gründlich gewaschene Schalen, zum Beispiel vom Apfel, ergeben leckere Apfelchips oder eine gesunde Basis für einen Apfeltee mit intensiven Aromen. Zudem könnt ihr getrocknete Früchte problemlos in euer Müsli oder in das Porridge am Morgen geben.

 

Mindesthaltbarkeit: Erst kosten, dann wegwerfen!

Ich schlage vor, dich erst einmal quer durch die Lebensmittel im Kühlschrank zu kosten. Das sollte auch für all die Produkte mit Mindesthaltbarkeitsdatum gelten. Schließlich bedeutet die Mindesthaltbarkeit nicht, dass die Lebensmittel danach ungenießbar werden. Das impliziert der Teil: Mindest.

Oftmals sind Joghurt, Käse, Frischkäse und eingemachte Salate noch weit darüber hinweg ohne Einschränkungen genießbar. Koste dich einmal quer durch die Becher und wirft diese auf keinen Fall achtlos in die Mülltonne.

Mit Küchenhelfern restlos und nachhaltig kochen

Nutze praktische Küchenhelfer, wie den Nicer Dicer, um die verschiedenen Lebensmittel weiter zu verarbeiten. So kannst du würfeln und Spiralen und Stifte schneiden wie die Profiköche, ohne dabei stundenlang in der Küche zu stehen. Derartige Küchenhelfer setzen auf Baukastensysteme, um einen möglichst vielseitigen Funktionsumfang zu gewährleisten.

Achte bei der Auswahl deiner Küchenhelfer auf erstklassige Materialien und robustes, hartes Edelstahl, denn das verspricht eine möglichst lange Lebensdauer.
Die zukünftige Devise lautet also, nachhaltig und restlos Kochen, damit möglichst nichts übrig bleibt und ihr alle Lebensmittel weiterverwendet. Nur so können wir umweltbewusster und gesünder leben, ohne dabei unnötig viele Lebensmittel auf den wachsenden Müllberg zu werfen.