Zur Ruhe kommen und das in einer Welt, die sich extrem beschleunigt hat.

Kennst Du das? Du begegnest der Ruhe in Person und bewunderst sie für ihre Gelassenheit. Du würdest Dir gerne eine Scheibe abschneiden?

Das kannst Du auch!

Denn Ausgeglichenheit und Gelassenheit sind keine Charakterzüge, die Dir in die Wiege gelegt werden. Es sind Fähigkeiten, die Du erlernen kannst.

 

Gedanken kommen und gehen

Glaubst Du, Du kannst Deine Gedanken kontrollieren? Ich denke, das ist nur begrenzt möglich. Wir glauben, dass wir bestimmen, was wir denken. Doch Gedanken kommen und gehen und sie werden von unseren Gefühlen beeinflusst.

 

Hier mal ein Beispiel, um uns bewusst zu machen, wie wenig wir bestimmen können, was wir denken:

Jemand hat Dich verletzt. Jemand, der Dir viel bedeutet. Es ist nur eine Kleinigkeit, doch Deine inneren Werte wurden nicht beachtet. Du entwickelst negative Gefühle gegenüber der Situation und gegenüber dieser Person. Eigentlich willst Du das nicht. Dir erscheint die Sache auch zu banal, um sie anzusprechen. Es ist Dir peinlich. Nun kommt dieser Gedanke immer wieder, auch wenn Du diesen Gedanken lieber verdrängen würdest.

 

Den meisten Alltagsstress machen wir uns, weil wir negative Gefühle und Gedanken vermeiden wollen. Doch auch negative Gedanken haben ihre Daseinsberechtigung.

Es geht bei Meditation also nicht darum, Deine Gedanken zu kontrollieren oder gar überhaupt nicht zu denken. Nein, es geht darum, alles zu akzeptieren und gelassener damit umzugehen.

 

Das Affen-Gehirn braucht eine Beschäftigung

So mancher Mönch beschreibt dies so: Unser Affen-Gehirn sucht immer nach einer Beschäftigung. Der Affe greift nach dem, was gerade erreichbar ist. Gefällt uns nicht womit der Affe gerade spielt, dann ist es gut, dem Affen eine Beschäftigung zu geben.

Was bei fast allen gut funktioniert: Konzentriere Dich auf Deine Atmung. Soll sich doch der Affe bitte darum kümmern. Denn Atmen ist wichtig, beruhigt und ist weder gut noch schlecht.

 

Gedanken und Meditation: Trainiere Deine Achtsamkeit

Klaro, das geht nicht von heute auf morgen. Es ist wie mit allem im Leben, es ist ein Prozess. Unser Geist soll lernen die Dinge um uns herum bewusster wahrzunehmen. Es geht um Achtsamkeit. Wir lernen unsere Gefühle zu beobachten und zu verstehen, warum wir so fühlen.

Versuche also nicht, negative Gedanken zu verdrängen, sondern tritt geistig einen Schritt zurück und werde Beobachter Deiner eigenen Gedanken. Bist Du gestresst oder ängstlich, dann sind Deine Gedanken sehr wild. Dann ist es sehr wichtig, Deinem Geist den Freiraum zu geben, den er braucht.

Andi Puddicombe, beschreibt in seinem Buch: „Mach mal platz im Kopf, eine zehn-Minuten-Meditation“, wie Du Meditation sehr einfach in Deinen Alltag einbaust. Du kannst sie immer und überall anwenden. Es soll also keine Aufgabe werden, die Deinen Terminplan noch enger rückt. Meditation soll Dir Freiraum und Bewusstsein geben.

 

Fangen wir damit an, dass Du einfach mal still da sitzt.

 

Gelesen klingt das erst mal sehr einfach, doch in Wirklichkeit fällt das den meisten Menschen sehr schwer. Doch mache Dir bewusst, dass dies kein Wettbewerb ist. Es gibt keine „schlechte“ oder „gute“ Meditation. Jede Meditation ist gut für Dich.

Konzentriere Dich auf Deine Atmung. Lass die Gedanken kommen und lass sie wieder gehen. Mache das eine Weile und besinne Dich immer wieder auf Deine Atmung.

Nun konzentrierst Du Dich auf Deine Sinne und Deine Wahrnehmung. Was hörst Du? Wie fühlt sich Deine Haut an? Wie riecht es hier?

Wenn störende Gedanken aufkommen – lass sie ziehen. Konzentriere Dich auf Deine Atmung und auf Deine Wahrnehmung. Es geht um Dich, und wie Du Dich fühlst, im Hier und im Jetzt.

 

Die wichtigen Dinge

Meditation hilft uns dabei, uns auf die wichtigen Dinge im Leben zu besinnen. Wie verhalte ich mich gegenüber meinen Mitmenschen? Was kann ich besser machen?

Wir sollten immer versuchen, unsere Empathie zu schulen. Empathie bedeutet, in der Lage zu sein, sich in den Anderen hineinzuversetzen. So verstehen wir, wie der Andere fühlt und handelt.

So ändert sich auch unser Handeln und dies sorgt für einen friedvolleren Umgang miteinander.

 

Durch Meditation unsere Ängste besser verstehen

Dadurch, dass wir in der Meditation lernen, unsere Gefühle von außen zu betrachten, gewinnen wir Abstand von ihnen und es fällt uns leichter, sie weniger wichtig zu nehmen.

Meditation verbessert also unsere Lebensqualität. Sie macht uns entspannter, ausgeglichener und gesünder. Gehen wir also achtsam durch unser Leben, dann sind wir zufriedener mit uns selbst.

 

Mache Dir also bewusst: Deine Gedanken bestimmen nicht Deine Persönlichkeit, sie sind nur Wahrnehmungen Deines Bewusstseins.

 

Welche Meditation hast Du schon probiert? Was hat sich verändert?

 

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