Zum ersten Mal aufmerksam auf die natürliche Kraft der Bienen wurde ich im Drogeriemarkt um die Ecke, als ich dort Lipbalm mit Bienenwachs gefunden habe. Weil ich mit den Klassikern schon lange nicht mehr zufrieden war, griff ich zu und war in den folgenden Tagen positiv überrascht. Nachdem ich bei der herkömmlichen Nutzung von Lippenpflege immer das Gefühl hatte, dass meine Haut anschließend schnell austrocknete und ich immer öfter pflegen musste, so fühlten sich meine Lippen stattdessen nun langanhaltend gesund und gut an.

Naturprodukte in der Kosmetik sind seit ewigen Zeiten für ihre herausragenden Eigenschaften bekannt. Anhand von Propolis, dem sogenannten „Bienenharz“ und dem Beispiel des Olivenöls, möchte ich Euch erklären, warum sie für unsere Gesundheit so besonders gut geeignet sind.

Propolis – was ist das eigentlich?

Der Bienenharz oder Kittwachs, besser bekannt unter dem Namen Propolis, ist eine klebrige Masse im Bienenstock, die schwarz bis gelblich braun aussehen kann. Wir können sie in Form von Kapseln, Öl oder Tinktur kaufen und so auch zur Herstellung unserer eigenen Naturkosmetik nutzen. Um eine Propolislösung zu erhalten, wird die Masse zunächst tiefgekühlt und anschließend mit Alkohol aufgegossen und ein paar Wochen ziehen, um die optimale Wirkungskraft entfalten zu können.

Die Bestandteile von Propolis sind Pollen, Baumharze, Drüsensekrete und Verdauungssäfte der uns bekannten Honigbienen. Ein Bienenstock muss natürlich gut beschützt sein. Obwohl die Bienen mit Propolis die Eingänge ihres Zuhauses abdichten und vor äußeren Gefahren schützen, so hat das Bienenharz auch eine schützende Wirkung für das Innenleben des Stocks. Eindringlinge werden von den Bienen mit dem Bienenharz „mumifiziert“ und unschädlich gemacht, was sich schon die alten Ägypter zum Vorbild für die Mumifizierung ihrer Verstorbenen machten.

 

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Propolis zählt nach wissenschaftlichen Studien als stärkstes natürliches Antibiotikum und bewahrt mit seiner Wirkung die Bienen vor Krankheitserregern.

Die hochantibiotische Wirkung von Propolis wird schon seit langer Zeit von Menschen genutzt. Doch die Wunderwaffe schützt nicht nur zuverlässig vor Krankheitserregern und Viren, sie hilft zudem bei der Wundheilung und stärkt den Körper von innen gegen Infekte und unterstützt wirkungsvoll unser Immunsystem.
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Ihr Nutzen als Zutat in Körperlotionen, Cremes, Salben & Co. ist bemerkenswert wirkungsvoll. Wenn Ihr Eure Kosmetik gerne selber macht, empfehle ich Euch deshalb die Propolis-Tinktur als Wunderwaffe gegen trockene, beanspruchte oder verletzte Haut. Natürlich könnt ihr sie auch ganz einfach unserem „Lippenstift selber machen“-Rezept hinzufügen.

Neben Propolis möchte ich Euch aber auch noch erklären, wieso hochwertiges Olivenöl zu meinen Favoriten in der Natur-Apotheke gehört:

Olivenöl – flüssiges Gold?

Auch das Öl des Olivenbaumes ist für die Naturkosmetik von großem Wert. Ich nutze es täglich in der Küche und schmecke deutliche Qualitätsunterschiede heraus, seit ich mich intensiver mit gesunder Ernährung beschäftige und gerne für gutes Essen auch mal tiefer in die Tasche greife.

Die Aufschrift „natives Olivenöl“ darf ein Olivenöl tragen, wenn es in einem Kaltpressverfahren gewonnen wurde. Dabei werden die Oliven nach der Ernte nicht lange gelagert, sondern direkt gepresst. In Italien findet man solche nativen Öle auch unter dem Namen „Extra Vergine“, was gleichsam für eine hohe Qualität steht. Weil sich auch nach dem Kaltpressverfahren noch Öl aus den Oliven gewinnen lässt, erhitzt man sie und presst sie warm. Die darin erhaltenen schädlichen Fettsäuren werden durch eine Raffinierung gebunden und unschädlich gemacht. Dieses unter Hitze gepresste Öl ist im Laden günstiger und schmeckt meiner Meinung nach auch deutlich schlechter, als das kalt gepresste, native Olivenöl.


Tipp: DIY Gesichtsmaske

  • 5 EL Quark
  • 1 TL Zitronensaft
  • 2EL OlivenölEinfach zusammen mischen, auf Gesicht und Dekolleté auftragen und 15 Minuten einwirken lassen. Anschließend mit warmem Wasser abspülen und das frische Gefühl genießen!

Ähnlich wie beim Propolis der Bienenvölker, haben Menschen auch das Olivenöl schon lange Zeit für ihre Gesundheit genutzt. Dass das Öl tatsächlich so wertvoll und gesund ist, hat eine Studie an der Uni Chicago 2004 nun auch wissenschaftlich belegt.

Neben der Vielzahl an ungesättigten Fettsäuren wird das Olivenöl vor allem in seiner Eigenschaft als aktiver Hemmer krebserregender Onkogene im Körper als Heilmittel gefeiert. Wie bei der Propolis wirkt auch das Öl also sowohl in unserem Innern, als auch äußerlich als wahre Wunderwaffe für unsere Gesundheit. In der Kosmetik wird das Öl in Salben und Cremes genutzt, um die Haut elastisch und feucht zu halten, die Wundheilung voran zu treiben und uns ein frisches und verjüngtes Erscheinungsbild zu zaubern. 😉

Auch für Massagen lässt sich das native Olivenöl wunderbar benutzen. Keine Angst vor dem Geruch der Olive – er verfliegt ganz schnell, versprochen. Die Haut fühlt sich anschließend seidig und zart an. Auch als Vorbeugung gegen Schwangerschaftsstreifen eignet sich natives Olivenöl gut, weil es die Haut besonders elastisch hält.

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Ich möchte ehrlich sein:

Bei meiner Recherche zum Thema Bienenharz (Propolis) und Honig bin ich auch auf ziemlich gute Argumente gegen die Nutzung dieser Rohstoffe gestoßen. Den Tieren einen Teil der Propolisschicht im Bienenstock zu nehmen, erscheint gerade vegan lebenden Menschen als moralisch nicht vertretbar. Persönlich nutze ich Naturprodukte der Bienen selten, aber dann ganz bewusst, weil mich deren Wirkungsweise überzeugt hat.

Ein respektvoller Umgang ohne eine „Ressourcenverschwendung“ erscheint mir gerade im Hinblick auf die für unsere Gesundheit und unser Leben so wertvollen Bienen ganz besonders wichtig.

Übrigens: Wusstet Ihr schon, dass man Heuschnupfen eindämmen kann, wenn man regelmäßig regionalen Honig isst?

Weil dieser aus den Blüten der „Erreger“ stammt, gewöhnt sich der Körper nach und nach an die Pollen und lernt mit ihnen umzugehen. Der Honig ist dann sozusagen ein natürliches Heilmittel gegen Heuschnupfen.

Nutzt ihr die Heilkraft der Natur in Cremes und Ölen? Und benutzt ihr dabei auch Produkte, die von Bienen stammen? Ich freue mich über Euer Feedback in den Kommentaren. 🙂

Weiterführende Links und Quellenangabe:
http://propolis-ratgeber.info
https://gesunex.de/honig-propolis-und-bienenwachs-wunderwaffe-bienen/3809/